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Therapie

Stimmstörungen (Dysphonien)

Funktionelle Stimmstörungen

Funktionelle Stimmstörungen treten meist bei Personen mit hohem beruflichem Sprechaufkommen auf. Dies sind beispielsweise Lehrer, Radiomoderatoren und Schauspieler. Ein falscher/ungünstiger Gebrauch der Stimme (z. B. Überlastung) und eine unökonomische Sprechtechnik können zu funktionellen Stimmstörungen führen. In der Therapie wird eine lockere, verspannungsfreie und resonanzreiche Stimme trainiert und die Sprechmuskulatur gestärkt.


Organische Stimmstörungen

Organische Stimmstörungen können sich beispieslweise nach Kehlkopf- oder Schilddrüsenoperationen als Stimmlippen-Lähmung („Recurrensparese”) äußern oder als Folge eines langjährigen Bestehens einer funktionellen Stimmstörung auftreten. In der Therapie wird zunächst die Ursache der organischen Stimmstörung geklärt, um dann Stimm- und Sprechübungen angepasst zu entwickeln und zu trainieren.


Psychogene Stimmstörungen

Bei psychogenen Stimmstörungen macht der Kopf der Stimme einen Strich durch die Rechnung. In bestimmten, emotional belastenden, Situationen versagt sie ihren Dienst. Hier gilt es, Vertrauen in die eigene Stimme zu entwickeln. Logopädische Übungen und ein individueller Trainingsplan helfen, auch unter Stress mit sicherer Stimme auftreten zu können.


Mutationsstimmstörungen

Mutationsstimmstörungen betreffen junge Männer, deren Stimmbruch gar nicht, verspätet oder deutlich verlangsamt vollzogen wird. Eine merklich erhöhte Sprechstimme, das Umkippen der Stimme, Doppeltöne und Heiserkeit sind typische Symptome. Bei der Therapie einer Mutationsstörung gilt es besonders die Lebensumstände der jungen Männer zu beachten und diese in das Sprachtraining zu integrieren. Neben logopädischen Übungen sind Elemente der Stimmbildung wichtiger Bestandteil der individuellen Heilbehandlung.

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